1. Allgemeines

Das Benutzerreglement dient in erster Linie der Unfallverhütung, der Hygiene und der Ordnung. Es ist im Eingangsbereich der Halle sowie in der Halle gut sichtbar angeschlagen und muss von jedem Benutzer aufmerksam durchgelesen werden. Wer die Kletterhalle benutzt, anerkennt das Benutzerreglement und ist verpflichtet, dieses einzuhalten. Verstösse gegen das Reglement können eine Wegweisung durch das Personal zur Folge haben, wobei kein Anspruch auf Rückerstattung des Eintrittspreises besteht. Bei wiederholten Verstössen gegen das Reglement kann gegen den fehlbaren Benutzer ein Hausverbot ausgesprochen werden. Besitzern von Abonnementen wird in diesem Fall das Abonnement entzogen. Es besteht kein Anspruch auf Rückerstattung.
 

2. Sicherheit

2.1 Sicherheits-Standards
Die Kletterhalle Interlaken AG ist bestrebt, höchste Sicherheits-Standards zu erfüllen. Die Anlage soll dem Benutzer ein Maximum an technisch möglicher und sinnvoller Sicherheit bieten. Die Wände wurden nach den neusten EU-Richtlinien für Kletterwände (EN 12572) gebaut. Zusätzlich wurde die Statik durch Ingenieure nachgewiesen.
Entsprechend ist zu beachten, dass sich Unfälle beim Indoor-Klettern meistens wegen falscher Handhabungen und Unachtsamkeit der Seilschaft ereignen. Bei unzureichender Beherrschung der Kletter- oder Sicherungstechnik oder bei Verwendung ungeeigneter Ausrüstung besteht Lebensgefahr.

Daher gilt:

2.2 Die Benutzung der Halle erfolgt auf eigene Verantwortung!
Jeder Benutzer ist sich bewusst, dass Klettern in der Halle mit Risiken verbunden ist, die vom Betreiber – auch bei Einhaltung aller Benutzerregeln durch den Benutzer – nicht restlos eliminiert werden können. Bei starker Auslastung der Halle ist gegenseitige Rücksichtnahme von zentraler Bedeutung. Die Benutzung der Kletteranlage erfordert volle Konzentration beim Klettern und Sichern.

2.3 Nicht ausgebildete Personen dürfen die Kletterhalle nicht benutzen!
Ausbildungskurse werden im Kletterzentrum angeboten. Informationen dazu sind in den aufliegenden Broschüren, unter www.k44.ch und in Kletterschulen zu finden.

2.4 Jegliche eigenmächtigen Veränderungen an der Wand sind untersagt, wie z.Bsp. Griffe versetzen oder Sicherungen anbringen.

2.5 Für das Klettern darf nur normgerechte Bergsport-Ausrüstung (CE-Prüfzeichen) verwendet werden.

2.6 Kletterer und Sichernder haben sich vor jeder Route gegenseitig zu kontrollieren.
Sind die Klettergurten richtig angezogen? Sind die Schnallen rückverschlauft? Ist der Kletternde richtig angeseilt? Hat der Sichernde den HMS-Knoten bzw. das Sicherungsgerät richtig eingehängt? Wurden die Knoten richtig und vollständig geknüpft? Sind die Sicherungskarabiner zugeschraubt? Etc.
Die Erfahrung zeigt, dass Anfänger oft sehr konzentriert arbeiten, jedoch falsche Prioritäten setzen. Dafür sind bei erfahrenen Kletterern Routineunfälle wahrscheinlicher.
Bei den automatischen Sicherungsgeräten (Gri-Gri, Tre) gilt besondere Vorsicht: Vor dem Klettern soll mittels kurzem Ziehen am Seil kontrolliert werden, ob das Seil richtig eingehängt ist und das Gerät im Sturzfall blockiert. Ebenfalls ist abzuklären, ob der Sichernde das Gerät und dessen Anwendung kennt und Erfahrung im Umgang damit hat. Nur vertraute Sicherungsgeräte benützen.

2.7 Das Kletterseil muss mindestens 40 Meter lang sein.
Zu kurze Seile sind äusserst gefährlich, da diese beim Herunterlassen des Kletterers nicht genügend lang sind. Es wir empfohlen einen Knoten ins Seilende zu machen.

2.8 Der Sichernde muss in unmittelbarer Nähe (1m - max. 2.5 m Abstand) zum Einstieg sichern.
Das Sichern im Sitzen ist aus Sicherheitsgründen verboten.
Bei grossem Gewichtsunterschied der Kletterpartner empfehlen wir die Standplatzsicherung anzuwenden und nur entsprechend ausgerüstete Routen auszuwählen.

2.9 Im Vorstieg müssen alle Zwischensicherungen eingehängt werden.
Wer die Spezialumlenkung am Ende der Route nicht erreicht, muss das Seil nach Erreichen des Bodens unverzüglich abziehen. Wird die Route zu Ende geklettert, darf die Umlenkung nur mit dem Spezial-Sicherungskarabiner erfolgen.

2.10 Das Benutzen eigener Express-Schlingen ist verboten.
Haken ohne Karabiner dürfen nicht benutzt werden. Wer sich an Hakenplättlis festhält, kann im Sturzfall ganze Finger verlieren.

2.11 Dem Sichernden ist es untersagt, dem Kletterer nachzusteigen, solange dieser noch nicht zum Ausgangspunkt der Route zurückgekehrt ist.

2.12 Rasches Herunterlassen ist generell verboten.
Beim Herunterlassen des Kletterers ist der Sichernde dafür verantwortlich, dass keine Drittpersonen gefährdet werden.

2.13 Das Seil ist so abzuziehen, dass es der Wand entlang durch die vom Kletterer zuvor eingehängten Karabiner zurückläuft.
Derjenige, der das Seil abzieht, ist dafür verantwortlich, dass keine Drittpersonen gefährdet werden.

2.14 Abseilen ist nur im Rahmen von Kletterkursen an den dafür vorgesehenen Abseilstellen erlaubt.

2.15 Soloklettern ist verboten. (Seilfreies Klettern über 1.5m Höhe mit den Füssen)
Soloklettern bedeutet nicht nur eine besondere Gefährdung für sich selber, sondern auch für andere Hallenbenutzer. Ausserdem stellt er ein schlechtes Vorbild dar.

2.16 Alle Benutzer sind sich bewusst, dass Griffe und Tritte sich drehen oder im Extremfall brechen können.
Die Benutzer tragen diesbezüglich jedes Verletzungsrisiko selbst.

2.17 Vermeide beim Aufenthalt im Kletterbereich die Sturzzone unterhalb von kletternden Personen.
 

3. Top-Rope-Regeln

3.1 Grundsätzlich darf nur in den Sektoren A, C, E und F Top-Rope geklettert werden.
Bei schwach ausgelastetem Hallenbetrieb ist das Top-Rope-Klettern unter den nachfolgend aufgeführten Einschränkungen auch an anderen Routen zulässig:

3.2 Nachsteigen an Express-Schlingen als Umlenkung ist nicht gestattet.
Alle Zwischensicherungen und der Spezial-Sicherungskarabiner am Ende der Route müssen eingehängt sein.

3.3 Wegen der Pendelgefahr darf nur an jenem Seil geklettert werden, welches duch alle Zwischensicherungen zum Spezial-Sicherungskarabiner hinaufführt.
Die letzte Zwischensicherung vor dem Spezial-Sicherungskarabiner muss eingehängt bleiben.

3.4 Das Sicherungsseil muss straff gehalten werden.
Top-Rope-Kletterer haben bei Pendel- bzw. Sturzgefahr auf die anderen Kletterer besondere Rücksicht zu nehmen.
 

4. Boulderraum

4.1 Seilfreies Klettern ist grundsätzlich nur in den Boulderräumen gestattet.
Bei schwachem Hallenbetrieb darf ausserhalb des Boulderraums im Parterre mit den Händen bis auf die Höhe der ersten Sicherung (Füsse max. 1.5 m ab Boden) geklettert werden. Boulderer haben jedoch anderen Kletterern stets den Vortritt zu lassen. Auf den Galerien ist das Bouldern nicht gestattet.

4.2 Die Sprungmatten im Boulderraum dürfen nicht als Liegefläche missbraucht werden.
Das Abspringen in die Matten muss kontrolliert erfolgen (Verletzungsgefahr) mit Rücksicht auf Zweitpersonen. Besondere Vorsicht gilt gegenüber Kindern.

4.3 Keine Magnesiumbeutel umhängen.

4.4 Essen und Trinken im Boulderraum ist untersagt.
 

5. Kinder

5.1 Kinder bis 12 J. dürfen die Halle nur in Begleitung eines Erwachsenen betreten.
Der Aufenthalt ist nur unter dauernder Aufsicht von Erwachsenen oder im begleiteten Gruppentraining gestattet.

5.2 Das Herumrennen und Spielen im Kletter- und Boulderbereich ist verboten.
Die Kletterhalle ist eine Sportanlage mit üblichen Verletzungsgefahren und kein Spielplatz.
 

6. Gruppen

6.1 Der Leiter einer Gruppe trägt die volle Verantwortung für seine Teilnehmer.
Zur Entlastung des Gruppenleiters empfehlen wir daher, einen Kletterinstruktor des Kletterzentrums beizuziehen. Siehe Kursprogramm.

6.2 Das Reservieren und Absperren von Wänden oder Sektoren ist nicht erlaubt.
 

7. Kurse

7.1 Die Kursteilnehmer müssen die Anweisungen des Kursleiters strikt einhalten.
Im Grundkurs z. B. darf kein Teilnehmer ohne den obligatorischen Sicherheitscheck des Leiters losklettern.
 

8. Erfahrene Kletterer

8.1 Helft uns bei der Verhütung von Unfällen!
Obwohl das Hallenpersonal das Klettergeschehen u.a. mit stündlichen Rundgängen überwacht, kann es nicht überall immerzu präsent sein. Dank Eurer Erfahrung könnt Ihr uns unterstützen, Probleme rechtzeitig zu erkennen und Unfälle zu verhindern. Ihr könnt allfälligen Risikopersonen entweder selber "Tipps" und Hinweise für ihre Sicherheit geben oder unverzüglich das Hallenpersonal informieren.
 

9. Material

9.1 Jeder Benutzer ist für den einwandfreien Zustand seiner Ausrüstung selbst verantwortlich.
Die verwendeten Ausrüstungsgegenstände (Seile, Karabiner, Sicherungsgeräte, etc.) müssen den heutigen Anforderungen (UIAA-geprüft, etc.) genügen.

9.2 Werden Mängel an der Kletteranlage festgestellt (Zwischensicherungen, gelöste Griffe, Umlenkungen, etc.), sind die Benutzer verpflichtet, dies sofort dem Personal zu melden.
 

10. Zutritt

10.1 Vor dem Durchschreiten des Drehkreuzes muss ein gültiger Eintritt pro Person entwertet werden.
Der Kassenbon, Tageseintritt oder das Abo muss während des ganzen Aufenthaltes in der Kletteranlage auf Verlangen vorgewiesen werden. Kontrollen können durch das Personal oder Securitas jederzeit durchgeführt werden.

10.2 Zutritt ohne gültigen Eintritt
Das Betreiben der Kletteranlage ist kostenintensiv. Um ein vielfältiges Routenangebot und eine gute Infrastruktur bereitzustellen sind wir auf eine faire Bezahlung der Eintritte angewiesen. Wer vom Kontrollpersonal ohne gültigen Eintritt angehalten wird, muss im Erst Fall den Eintritt plus Zusatzgebühren von 100.00 CHF bezahlen. Im Wiederholungsfall sowie bei Fälschung, Missbrauch oder Angabe falscher Personalien wird Strafanzeige erhoben. Die Personalien werden zwei Jahre registriert und dann gelöscht.

10.3 Zutritt Garderobe/Toiletten im UG
Um nach der Benutzung der Garderoben oder Toiletten wieder durch das Drehkreuz in den Kletterbereich zu gelangen, muss das Ticket/Abo noch einmal aufgelegt werden. Ein unter- oder übersteigen des Drehkreuzes wird registriert.

10.4 Den Anweisungen des Personals/Securitas ist in jedem Fall Folge zu leisten.

10.5 Das Personal/Securitas ist verpflichtet, fehlbare Personen bei Diebstahl (Griffe, Sportartikel, Wertsachen, etc.) und Vandalismus der Polizei zu melden.
 

11. Hallenöffnungszeiten

11.1 Die Anlage steht dem Kunden gemäss den aktuellen Öffnungszeiten zur Verfügung.
Die Kletterhalle ist Grundsätzlich das ganze Jahr über geöffnet. Das Verlassen der Halle ist jederzeit gewährleistet. Es können jederzeit Teilbereiche oder im Notfall die ganze Anlage geschlossen bzw. gesperrt werden (Routenbau, Revisionen, Wettkämpfe, Veranstaltungen, etc.). Solche Sonderfälle werden im Voraus angekündigt.
 

12. Abonnement-Regeln

12.1 Kauf von Abonnementen
6 Mte. und 12 Mte. Abonnemente können nur beim Vertical Sport gekauft werden. Bitte Öffnungszeiten Sportgeschäft beachten. 11-er Abonnemente können so wie die Tageseintritte am Automat gelöst werden.

12.1 Abonnementsinhaber (11-er, 6 Mte., 12 Mte.) haben keinen Anspruch auf Geldrückerstattung bei Hallenschliessungen oder reduziertem Betrieb.

12.2 Die 11-er, 6 Mte.- sowie 12 Mte.-Abonnemente sind nicht übertragbar.
Doppelverwendungen werden registriert.

12.3 Ermässigung auf 6Mte. und 12 Mte.-Abonnement
Bei einem ermässigten Abonnement ist beim Kauf auch der entsprechende Ausweis (SAC, Schülerausweis, etc.) vorzuweisen. Auf 11-er Abonnements sowie Tageseintritten erstatten wir keine Ermässigungen.
 

13. Ordnung und Sauberkeit

13.1 Barfuss-Klettern oder -Sichern ist nicht erlaubt.
Aus Hygiene- und Sicherheitsgründen müssen in der Halle immer Schuhe oder Finken getragen werden. Zum Schutz der Wandstruktur ist das Klettern in Bergschuhen, Hausschuhen sowie Socken untersagt. Zugelassen werden nur Kletterfinken und saubere Turnschuhe.

13.2 Im Kletterzentrum herrscht absolutes Rauchverbot.

13.3 Das Entfachen von Feuer ist strengstens untersagt.
Seile dürfen mit dem Spezialgerät nur im Freien oder an der Bar abgebrannt werden.

13.4 Personen, die unter Medikamenten-, Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, ist der Aufenthalt im Kletterzentrum untersagt.

13.5 Hunde und andere Tiere dürfen sich nicht in der Halle aufhalten.

13.6 Die Kletterhalle, WCs, Duschen sowie die Aussenanlage sind sauber zu halten.
Zum Umziehen bitte die Garderoben im Untergeschoss benützen. Der Zutrittscode ist im Bistro angeschlagen und wird monatlich geändert. In der Halle stehen Abfalleimer zur Verfügung. PET-Flaschen bitte in den dafür vorgesehen Behälter!

13.7 Beim Klettern und Sichern ist das Telefonieren mit Natel sowie das Musikhören mit Walkman u.ä. nicht gestattet.
 

14. Haftung

Für Personen- und Sachschäden sowie für Garderoben und Wertsachen wird keine Haftung übernommen. Wer Schaden verursacht oder Personen verletzt, hat die Konsequenzen selber zu tragen. Die Kletterhalle Interlaken AG übernimmt hierfür keinerlei Haftung.

 

Kletterhalle Interlaken AG, August 2015
Patrick Reuter – Mitglied des Verwaltungsrats

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